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Za’atar (auch Zaatar, Zahtar oder Zatar) – dieses Gewürz dürft Ihr nicht verpassen

Za’atar (auch Zatar oder Zaatar) ist eine Gewürzmischung aus dem Nahen Osten

Za’atar (auch Zaatar, Zahtar oder Zatar) ist eine Gewürzmischung aus dem Nahen Osten, die das Zeug dazu hat, süchtig zu machen. Schon der Name ist exotisch. Und eine kleine Prise davon bewahrt jedes Gericht davor, langweilig zu sein. Das Aroma ist schwer zu beschreiben. Ich versuche es mal mit waldig, zitrussig und kräuterig. Das hilft irgendwie auch nicht weiter. Eins ist aber sicher, Ihr werdet ein unglaublich leckeres Geschmackserlebnis haben.

Eines meiner Koch-Vorbilder, der britisch-israelische Koch und Autor toller Kochbücher, Ottolenghi hat viel dazu beigetragen, dass Za’atar auch im Westen bekannter wurde. Dabei ist es im Nahen Osten und eigentlich im ganzen Abendland seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil jeder Küche.

Labneh und Za’atar (auch Zatar oder Zaatar) ist eine Gewürzmischung aus dem Nahen Osten

Naher Osten, Mittlerer Osten oder Abendland? Was ist was?

Ich spreche häufig von Gerichten oder Zutaten aus dem Nahen oder Mittleren Osten. Gibt es da einen Unterschied? Das fängt schon damit an, dass im Englischen ‚Middle East‘ eher dem deutschen ‚Nahen Osten‘ entspricht. Aber doch nicht ganz. Dann gibt es noch die Begriffe Abendland, Morgenland, Orient oder auch Vorderer Orient. Gemeint sind mit Nahem Osten die arabischen Länder und auch die Türkei, Zypern, Israel, Iran und Irak. Laut G8 gehören auch Teile Nordafrikas dazu (Mittelmeeranreiner). Die politischen Verhältnisse der letzten Jahrhunderte haben die vielen Begrifflichkeiten geschaffen. Doch wenn wir auf die Ess-Kultur anschauen, merkt man, dass diese Länder viel gemeinsam haben. So eben auch die Gewürzmischung Zaatar. Und meine liebe Freundin Rosi, deren Familie aus Syrien stammt, hat mir erzählt, dass Za’atar bei Ihr zuhause wie fast in allen arabischen Ländern ein fester Bestandteil des Frühstücks ist. Doch dazu später mehr.

Welche Kräuter sind in Za’atar (Zatar) drin?

Die Mischung der verschiedenen Kräuter variiert von Region zu Region. Verschiedene Familien haben sogar ihre eigene Mischung entwickelt. Das ist fast so wie mit dem Szene-Getränk ‚Mexikaner‘ in Hamburg. Jede Kneipe hat da seine eigene Mischung (Kopfschmerzen sind immer garantiert, wenn man Mexikaner trinkt). Die Hauptbestandteile von Za’atar sind Thymian, Oregano, Sumach und Sesamkerne. Dieser Mix passt sehr gut zu unglaublich vielen Gerichten.

Wo könnt Ihr Za’atar (Zaatar, Zahtar oder Zatar) kaufen?

Die leckere Gewürzmischung gibt es in den meisten türkischen Läden und natürlich bei Amazon.
Ihr könnt es aber auch leicht selber machen. Hier habe ich das Rezept für Euch:
sumac-zaatar
4 EL Sumach
2 EL Majoran
2 EL Oregano
1 TL Grobkörniges Meersalz
2 EL Thymian
1 EL Geröstete Sesamkerne

Za’atar erschließt Euch eine ganz neue Welt des Kochens

Ihr könnt das Gewürz auf viele einfache Gerichte oder Zutaten geben. Zum Beispiel:

  • auf im Ofen gebackene Auberginen
  • auf hart gekochte Eier
  • in Fleischbällchen
  • als Dip oder Dressing in Olivenöl
  • mit Knoblauch und Zitronenschale als Marinade zum Grillen

Die Liste kann ich noch ewig weiterschreiben (siehe unten). Doch ich verspreche Euch, dass ich künftig noch viele Rezepte mit dieser wunderbaren Gewürzmischung machen werde.

Za’atar zum Frühstück

Im arabischen Sprachraum gehört Zaatar als fester Bestandteil zum Frühstück. Dafür nehmt Ihr Laban (Frischkäse), ein paar Tropfen Olivenöl und Za’atar. Dann wird das typische Fladenbrot oder Pita hinein getunkt. Ihr könnt aber auch ein krustiges Landbrot verwenden. Oder Ihr nehmt hart gekochte Eier, Tomaten und Brot mit einer Schüssel voll mit Olivenöl und Za’atar. Ihr tunkt dann das Brot in Olivenöl und danach in Za’atar, so dass es daran kleben bleibt. Der pikante Geschmack passt wunderbar zum cremigen Frischkäse und auch zu Oliven. So richtig mediterran-orientalisch halt. Und vor allem gesund!

11 Möglichkeiten, um mit die Gewürzmischung Za’atar (Zatar) zu kochen

1. Der Klassiker: Za’atar in Olivenöl geben und dann Brot eintunken. Oder traditionell erst das Brot in Olivenöl und danach in die Gewürzmischung tunken, so dass es kleben bleibt.

2. Den Frischkäse Laban (Labneh) auf Brot streichen, Tomatenscheiben oder Gurkenscheiben dazu und Olivenöl mit Za’atar darauf geben.

3. Rührei mit krümeligem Fetakäse, geschnittener Petersilie und ein paar Chiliflocken zusammen mit etwas Za’atar ergibt auch ein tolles Frühstück.

Hummus mit Sumach, Tahini, Zitronensaft, Cayenne-Pfeffer, Kichererbsen in schwarzer Schüssel

4. Zaatar passt auch gut zu Hummus mit Olivenöl.

5. Die Mischung passt so ziemlich auf alle gerösteten Gemüsesorten (z.B. Blumenkohl, Karotten oder Kartoffeln). Ihr könnt Za’atar auch auf gebackene Zucchini oder Auberginenscheiben streuen (sehr lecker!).

6. Zu Bio-Kichererbsen aus der Dose.

7. Auch auf gegrillten Fisch oder Huhn könnt Ihr das Gewürz nach dem Grillen geben.

8. Avocado auf Toast mit Za’atar würzen.

9. Ihr könnt auch einen milden Käse schmelzen und auf Brot mit Tomatenscheiben und Za’atar genießen.

10. Zum Brotbacken könnt Ihr eine Paste aus Olivenöl und Za’atar auf den Brotlaib streichen, bevor er in den Ofen kommt.

11. Jetzt kommt der Hammer: gegrillter Fetakäse mit Honig und Za’atar. Der Wahnsinn!

Oder versucht mal dieses leckere Rezept:

Schickt mir Eure Zatar-Rezepte

Kennt Ihr noch mehr Einsatzmöglichkeiten für das orientalische Gewürz? Ich bin mir ziemlich sicher, denn die Kombinationsmöglichkeiten mit Za’atar sind unendlich. Ich freue mich über jede Anregung von Euch, damit ich damit experimentieren kann.

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