Lebensmittelverschwendung Reduzieren – Fünf gute Tipps

Die Lebensmittelverschwendung in der westlichen Welt ist dramatisch. Allein in Deutschland wird nur etwa die Hälfte aller produzierten Lebensmittel auch wirklich gegessen. Jedes Jahr landen mehr als eine Milliarde Tonnen Nahrungsmittel im Müll. Diese Zahl scheint umso tragischer, wenn man bedenkt, dass in anderen Teilen der Welt Menschen verhungern. Es gibt glücklicherweise viele Dinge, die jeder einzelne Konsument tun kann, um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Deswegen dachte ich mir, ich gebe Euch ein paar Tipps dafür. Mit etwas Übung ist es gar nicht so schwer – und wir können alle einen Teil zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag beitragen.

1Einkaufen mit Plan für weniger Lebensmittelverschwendung

Ein Hauptgrund dafür, dass Essen weggeworfen wird, ist der, dass Menschen schlichtweg zu viel einkaufen. Dafür kann es viele Ursachen geben: Wenn wir hungrig einkaufen gehen, wird der Korb meistens voller als nötig. Oder aber wir haben uns einfach wenig Gedanken darüber gemacht, wie viel innerhalb einiger Tage gegessen werden kann. Aus diesem Grund empfehle ich, vor jedem Einkauf einen groben Plan zu erstellen und eine Einkaufsliste zu schreiben. Vor allem in Single-Haushalten kann es auch vorkommen, dass Lebensmittel beim Kochen übrigbleiben. Wenn Ihr sicher gehen wollt, sind fertige Kochboxen eine gute Alternative. Diese Boxen enthalten nur so viele Zutaten, wie Ihr braucht, um ein bestimmtes Rezept zuzubereiten. Es bleiben keine Reste übrig, für die Ihr Euch am Folgetag etwas überlegen müßt und die schlimmstenfalls verderben.

2Lebensmittel richtig lagern

Lebensmittel, die richtig gelagert werden, sind länger haltbar. Essen aus dem Vorratsschrank wie Nudeln, Mehl oder das Superfood Quinoa solltet Ihr idealerweise an einem dunklen und trockenen Ort lagern. Obst und Gemüse, das in Plastik verpackt worden ist, sollte direkt nach dem Kauf von der Plastikhülle befreit werden. Seit Neuestem gebe ich zum Beispiel Früchte, wie Beeren, in luftdichte Behälter und stelle sie in den Kühlschrank. Dann verschimmeln sie nicht so schnell. Noch besser ist es natürlich, zu versuchen, auf eine Plastikverpackung gänzlich zu verzichten und insgesamt weniger Plastik im Alltag zu verwenden. Wenn Ihr einen Keller habt, könnt Ihr dort Äpfel, Karotten, Zwiebeln oder Kartoffeln über einen langen Zeitraum hinweg lagern, ohne zusätzliche Kühlenergie zu benötigen. Lauchzwiebeln und Kräuter bleiben länger frisch, wenn Ihr sie mit dem Stil in ein Glas mit Wasser stellt. Und manche Gemüsesorten schmecken besser, wenn sie nicht im Kühlschrank gelagert werden. Insbesondere Paprika, Tomaten, Zucchini oder Auberginen solltet Ihr besser ungekühlt aufbewahren und innerhalb weniger Tage aufbrauchen.

3 Mindesthaltbarkeitsdatum verstehen

Oft werden Lebensmittel fälschlicherweise weggeworfen, bloß weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Dabei sind aber die meisten abgepackten Lebensmittel noch lange darüber hinaus essbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum – wie der Name es bereits verrät – gibt lediglich an, wie lange ein Lebensmittel mindestens haltbar ist. Das bedeutet keinesfalls, dass die betreffenden Dinge direkt nach Ablauf dieses Datums in den Müll wandern müssen. Stattdessen empfehle ich Euch, dass Ihr Euch auf Eure Sinne verlasst und anhand des Aussehens, Geruchs und Geschmacks vorsichtig prüft, ob ein Lebensmittel noch essbar ist.

4 Reste haltbar machen

Falls Ihr mal unglaublich hungrig gewesen seid und viel zu viel gekocht habt, ist das auch kein Problem. In meinen Rezepten weise ich immer darauf hin, ob ein Gericht auch noch länger im Kühlschrank haltbar ist. Meistens sind Reste, die Ihr in einen luftdichten Behälter füllt, noch mehrere Tage im Kühlschrank oder im Gefrierfach haltbar. Tatsächlich lassen sich fast alle Gerichte einfrieren – selbst die, von denen man es möglicherweise nicht gedacht hätte. Egal ob Brot, Curry-Gerichte, Gemüse oder Wurst: Im Tiefkühlfach sind diese Lebensmittel mehrere Monate lang haltbar. Einen Brotlaib zum Beispiel schneide ich vor dem Einfrieren in Scheiben, so dass ich dann nur die Anzahl Brotscheiben auftaue, die ich auch wirklich essen möchte. Bei Flüssigkeiten, also beispielsweise einer selbstgekochten Suppe, ist es ratsam, den Deckel vorsichtig ein wenig offen zu lassen. So könnt Ihr sichergehen, dass das Glas beim Ausdehnen der Flüssigkeit nicht zerspringt. Reste vom Kochen sollten allerdings vorher für eine Weile abkühlen, bevor Ihr sie ins Gefrierfach legt. Dies gilt übrigens auch für Reste, die beim Essen im Restaurant übriggeblieben sind. Wenn im Restaurant leckeres Essen übrig geblieben ist, lasse ich es mir gerne einpacken. Die Profis haben dafür schon eine eigene wiederverwertbare Dose dabei, um Verpackungsmüll zu sparen.

5Websites und Apps nutzen, um Lebensmittel zu retten

Natürlich kommt Lebensmittelverschwendung nicht nur in Privathaushalten vor. Manchmal wird in Restaurants zu viel gekocht und das Essen bleibt am Ende des Tages übrig. Oder die Lebensmittel sind in Supermärkten für einen längeren Zeitraum nicht gekauft worden und nun abgelaufen, obwohl sie noch essbar sind. In diesen Fällen gibt es Möglichkeiten, um diese Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu „retten“. „Foodsharing“ ist beispielsweise eine Initiative, die diese abgelaufenen Lebensmittel von Supermärkten abholt und weiterverteilt. Über die App „Too Good To Go“ können Nutzer für einen geringen Betrag günstiges Essen in Restaurants oder Cafés abholen. Viele engagierte Lebensmittel-Retter gehen auch aktiv „Containern“ – das heißt, sie suchen die Lebensmittel aus dem Müll von Supermärkten, die noch essbar sind. Aber Achtung: Containern ist illegal und kann schlimmstenfalls rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Wenn Ihr noch etwas Literatur zum Thema lesen wollt, kann ich Euch diese Bücher empfehlen:

Habt Ihr noch mehr Tipps für mich, wie Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann? Schreibt mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich über jede Rückmeldung und beantworte sie auch.

 

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