Buttermilchkuchen - Grundrezept mit Apfel oder Heidelbeeren

Dieses Grundrezept für einen Buttermilchkuchen kommt mir in den Sinn, wenn ich mal wieder einen „gesunden Kuchen“ backen möchte.

Grundrezept heißt, dass Ihr damit auch andere Zutaten Eurer Wahl verwenden könnt. Ich habe mich einmal für Apfel und einmal für Heidelbeeren entschieden. Und warum ist der Kuchen gesund? Tja, weil er nicht so süß ist und wenig Butter und Zucker drin sind. Gerade mal genug, um noch von einem Kuchen sprechen zu können. Im Vergleich zu anderen, „normalen“ Kuchen kommt der Buttermilchkuchen also sehr fettarm und zuckerarm daher. Die Kollegen vom liebsten Schwaben haben schon gefragt, wie das denn gehen soll. Statt viel Butter nehme ich zum Beispiel Apfelmark. Und das Eiweiß von zwei Eiern macht den Kuchen leicht.

Buttermilchkuchen - Grundrezept mit Apfel oder Heidelbeeren, gesund, fettarm und und zuckerarm

Buttermilchkuchen - Grundrezept mit Apfel oder Heidelbeeren, gesund, fettarm und und zuckerarm

Viele Versuche bis der Buttermilchkuchen gelungen war

Ich habe tatsächlich fünf Anläufe gebraucht, bis der Kuchen so war, wie ich ihn haben wollte. Ok, einen Versuch können wir abziehen, weil mir der Kuchen einmal aus der Hand fiel und sich auf dem Küchenboden breit gemacht hat. Das ist vielleicht frustrierend. Erst mußte ich laut schreien. Und dann habe ich noch eine halbe Stunde gebraucht, bis ich dem liebsten Schwaben sagen konnte, er solle doch mal in der Küche nach dem Rechten sehen. Er meinte noch, ich hätte ein Bild für Euch machen sollen, doch ich war immer noch zu gefrustet. Er hat dann tatsächlich die Reste des Kuchens auf einen Teller gepackt und davon gegessen. Er meint, er sieht zwar nicht mehr besonders aus, aber schmecken tut er immer noch gut. Bei den anderen Versuchen habe ich herum experimentiert. Also einmal habe ich die Äpfel oben drauf als Topping verteilt und dann habe ich sie mitten in den Teig gemixt. Eine andere Version war dann die mit Heidelbeeren.

Buttermilchkuchen - Grundrezept mit Apfel oder Heidelbeeren, gesund, fettarm und und zuckerarm

Buttermilchkuchen - Grundrezept mit Apfel oder Heidelbeeren, gesund, fettarm und und zuckerarm

Diese Früchte passen zu diesem Kuchengrundrezept

Ich würde mich da immer nach der Saison richten. Im Herbst sind Äpfel die erste Wahl. Und im Sommer dann Beeren. Es geht doch nichts über frische Beeren, obwohl gefrorene Beeren auch funktionieren. Ihr müßt diese dann aber in den Teig geben so lange sie noch gefroren sind. Ich habe jetzt mal den Buttermilchkuchen mit Heidelbeeren gemacht. Aber Brombeeren oder Himbeeren sind sicher auch sehr lecker dazu. Unten bei den Tipps findet Ihr auch noch Hinweise bezüglich Backzeit oder Backform, da es da durchaus mehrere Optionen gibt.

Buttermilchkuchen - Grundrezept mit Apfel oder Heidelbeeren
4.67 von 3 Bewertungen
Drucken

Buttermilchkuchen - Grundrezept mit Apfel oder Heidelbeeren

Ein einfaches Grundrezept für einen Buttermilchkuchen. Verglichen mit anderen Kuchen kann sich dieses Exemplar durchaus als fettarm und zuckerarm bezeichnen lassen. Der Kuchen ist auch sehr gut für einen Brunch oder als Snack für Zwischendurch geeignet.
Rezepttyp Backen, Brunch, Dessert
Kategorie Aus dem Backofen, Backrezept, Beerenkuchen
Vorb. 20 Minuten
Kochen 55 Minuten
Gesamt 1 Stunde 15 Minuten
Portionen 1 Kuchen
Autor elle

Zutaten

Für den Buttermilchkuchen:

  • 340 g Dinkelmehl (Type 630)
  • 4 EL Pfeilwurzelstärke (40 g)
  • 1,5 TL Natron
  • 1/2 TL Meersalz
  • 4 EL Butter, auf Zimmertemperatur gebracht (57 g)
  • 85 g Weicher brauner Vollrohrzucker (ich empfehle GEPA Bio Mascobado Vollrohrzucker)
  • 1 Großes Ei
  • 2 Eiweiß, von 2 großen Eiern
  • 185 g Ungesüsstes Apfelmark (aus 100% Äpfeln)
  • 180 ml Buttermilch
  • 1/2 TL Bourbon Vanille gemahlen
  • 1/2 TL Zimt

Für das Apfel-Topping:

  • 2-3 Mittel große Äpfel, geschält, entkernt und in dünne Schnitten geschnitten (ca. 1,5 cm)
  • 2 EL Vollrohrzucker
  • Eine Prise Muskat

Für die Variante mit Heidelbeer-Füllung:

  • 250 g Gefrorene Heidelbeeren

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 175°C vorheizen und eine runde Springform (Ø 24 cm) mit ausreichend Butter einfetten. Dann etwas Mehl darüber streuen und danach die Form abklopfen, damit das Mehl abfällt, das nicht kleben bleibt.


  2. In einer großen Rührschüssel das Mehl, die Pfeilwurzelstärke, das Natron und das Salz gut vermischen.


  3. Mit einem Handmixer (oder Standmixer) die Butter und den Zucker schlagen (ca. 3 Minuten). Dann ein Ei und danach zwei Eiweiß unterrühren. Nun das Apfelmark, die Buttermilch, die Vanille und den Zimt dazu mischen.


  4. Jetzt den Mehl-Mix mit den flüssigen Zutaten mit einem Küchenspachtel kurz vermischen (Achtung: nicht zuviel rühren!).


  5. Nun den Teig in die vorbereitete Backform geben und mit dem Spachtel die Oberfläche glätten.


  6. Dann die Apfelschnitten kreisförmig am äußeren Rand der Form entlang auslegen, so dass die Schnitten gerade in den Teig gesteckt sind. In der Mitte könnt Ihr eine Sternform machen und die letzte Schnitte in die Mitte stecken. Nun noch 2 EL Zucker und zwei Prisen gemahlenes Muskat darüber streuen.


    Tipp: Wenn ihr sehr auf Früchte steht, könnt Ihr auch gerne 3 Äpfel verwenden. Dann könnt Ihr einen Apfel in kleine Scheiben schneiden und vorsichtig in den Teig unterheben. Die anderen zwei Äpfel nehmt Ihr für das Topping. Oder Ihr verwendet alle 3 Äpfel für das Topping. Wie Ihr wollt :-).


  7. Den Kuchen so lange im Ofen backen, bis Ihr einen Zahnstocher in die Mitte stecken könnt und er sauber (oder mit wenig Krümeln dran) wieder herauskommt (ca. 50-55 Minuten). Dann den Kuchen zum Abkühlen ein paar Minuten zur Seite stellen. Danach die Springform abnehmen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen.


    Tipp: Der Kuchen hat außen eine sehr braune Farbe. Das ist ganz normal!

  8. Auf Zimmertemperatur servieren.


  9. Enjoy!


Für die Variante mit Heidelbeeren:

Anstatt eines Apfel-Toppings könnt Ihr dieses Buttermilchkuchen Grundrezept auch gut mit frischen Heidelbeeren machen wenn gerade Saison ist. Ich habe auch schon gefrorene Heidelbeeren verwendet. Dann braucht Ihr 250 g nicht aufgetaute, gefrorene Heidelbeeren, die Ihr vorsichtig in den Teig unterfaltet. Danach gebt Ihr den Teig in die vorbereitete Form und glättet mit einem Spachtel die Oberfläche. Dann genauso backen wie oben angegeben.

TIPPS:
Wichtiger Hinweis: wenn Ihr den Kuchen nicht so braun gebacken haben wollt, könnt Ihr ihn mit einer Folie abdecken. Das solltet Ihr erst nach 30 Minuten Backzeit machen und dann den Kuchen 25 Minuten abgedeckt backen lassen. Danach nehmt ihr die Folie wieder weg und lasst den Kuchen nochmal 15-20 Minuten backen, bis ein Zahnstocher nur mit ein paar Krümeln daran wieder herausgezogen werden kann.

Das Buttermilchkuchen-Rezept kann auch in einer rechteckigen Auflaufform gebacken werden (32 x 22 cm oder 32 x 32 cm). Dann liegt die Backzeit zwischen 30-35 Minuten (macht wieder den Zahnstocher-Test). In dem Fall ist der Kuchen außen nicht so braun.

Habt Ihr etwas am Rezept verändert?

Ich freue mich immer über Tipps und Anregungen von Euch. Hinterlasst einen Kommentar, damit alle sehen können, auf was für Ideen Ihr gekommen seid. Sharing is Caring :-).

Wie hat es geschmeckt?

Ich würde mich freuen wenn Ihr mir erzählt, wie Euch der Buttermilchkuchen geschmeckt hat. Am einfachsten bewertet Ihr das Rezept unten mit Sternen ⭐ oder Ihr schreibt mir einen Kommentar. Vor allem wenn Ihr noch weitere Tipps für alle Leser habt. Oder noch besser, Ihr macht ein Bild und postet es mit dem Tag @ellerepublic auf Instagram (vergesst nicht den Hashtag #ellerepublic, damit ich es auch finden kann).

6 Kommentare

  1. Hallo! Der Kuchen klingt ja traumhaft, und vor allem liebt mein Partner Heidelbeeren – da muss ich ihm wohl die Freude machen! Eine kurze Frage: was genau ist Pfeilwurzelstärke? Eine Art von Stärke? Kann in das zB mit Maizena ersetzen?
    Vielen Dank für die Info! Liebe Grüße und Danke für die Inspiration!

    • Liebe Alexandra,
      ich nutze Pfeilwurzelstärke als glutenfreies Bindemittel, das den Kuchen luftiger macht. Maizena kenne ich leider nicht. Was ist das denn? Liebe Grüße Elle

      • Maizena ist Maisstärke – also Stärke die ich zum Beispiel zum Binden von Pudding verwende. Scheint mir hier nicht das Richtige zu sein… Weizenmehl ist also die Alternative? Danke!

      • Ja, ich denke Weizenmehl Type 405 (die Nummer ist ganz wichtig!!!), ist sicher in diesem Fall die bessere Alternative. Gutes Gelingen! Liebe Grüße Elle

  2. Hmm, beide Varianten klingen sehr gut!! 🙂

    Was ist denn Pfeilwurzelmehl und was bewirkt dies? Was wäre die Alternative?

    Danke und Liebe Grüße
    Marja

    • Liebe Marja, Pfeilwurzelstärke ist ein glutenfreies Bindemittel. Ich benutze es in diesem Rezept weil es den Proteingehalt im Dinkelmehl reduziert. Dadurch wird der Kuchen luftiger und nicht so fest. Ich empfehle als Alternative Weizenmehl Type 405 anstelle von Dinkelmehl und Pfeilwurzstärke. Das sollte klappen 🙂 Liebe Grüße Elle

Schreibe einen Kommentar

Please enter your comment!
Please enter your name here