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Pizza auf dem Grill

Profi-Grill mit Teif für Pizza auf dem Grill

Bei diesem Wetter trauere ich der Grill-Saison hinterher. In Hamburg treffen sich im Sommer alle Grill-Fans ohne Balkon oder Garten entweder im Stadtpark oder an der Aussenalster. An manchen Stellen sind die Rauchschwaden so dicht, dass man nur ein paar Meter weit sieht. Und es riecht natürlich extrem nach Grillkohle oder Brennspiritus. Doch was tun, wenn es um 16 Uhr schon dunkel und die Wiese nass ist? Von den Temperaturen ganz zu schweigen. Da hilft nur der Elektro-Grill für zuhause. Ihr braucht aber etwas Grill-Zuberhör dazu: einen Pizzastein und eine Pizzaschaufel.

Ich habe mit Extrem-Grillern gesprochen, die grillen das ganze Jahr über, weil für sie der Geschmack von Grillfleisch einfach nicht zu schlagen ist. Doch es muss ja nicht immer Fleisch sein. Mein Tipp als Alternative ist diese selbstgemachte Pizza auf dem Grill. Die Idee habe ich von meinem Onkel Cec aus Vancouver. Man kann ihn durchaus als Profi-Griller bezeichnen. Denn auch bei ihm spielt das Wetter keine Rolle. Er hat auf seiner überdachten Terrasse seinen Grill stehen und lässt sich nicht davon abhalten seine Spezialitäten das ganze Jahr über zu grillen. Und die Pizza auf dem Grill gehört auf jeden Fall dazu. Noch mehr Grill-Rezepte und Tipps findet Ihr auf der Website von Casando Magazin mit deren freundlicher Unterstützung dieser Beitrag entstanden ist.

Pizza-Topping für Pizza auf dem Grill

Pizza mit Schinken und Ananas

Pizza auf dem Grill, BBQ-Pizza mit Tomaten, Oliven, selbstgemachtem Teig auf der Pizzaschaufel

Pizza mit Artischocken-Pesto

Mein liebster Schwabe dagegen schwört auf Fisch in der Alu-Folie und als Dessert eine Banane mit Schokoladen-Füllung. Auch das lässt sich das ganze Jahr über brutzeln. Es geht natürlich auch im Backofen, aber wer den Elektro-Grill zuhause hat, der kann das natürlich auch schön am Tisch machen.

Pizza auf dem Grill braucht das richtige Mehl

Wichtig: Mehl Typ 1050 mit einem hohen Glutengehalt ist wichtig für das Backen von weichen Broten wie Bagels oder eine Pizzakruste.

Auf dem Blog Cooking for Joy findet Ihr tolle Bilder, die Euch zeigen, wie der Teig gemacht wird (die Seite ist zwar auf Englisch, aber das ist bei Bildern ja egal :-)

Der Pizza-Teig
(inspiriert von Ken Forkish)

Tipp: Für die Zubereitung des Pizza-Teigs braucht Ihr ausreichend Zeit. Ihr könnt Ihn aber auch einfrieren oder zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren und dann herausholen, wenn Ihr ihn braucht.

Zutaten und Backgeräte für 2 Teigballen für 2 große Pizzen:
500 g Mehl (Type 405)
375 ml Warmes Wasser (90-95°C)
2 TL Feines Meersalz
1/8 TL Trockenhefe
Natives Olivenöl extra
Pizzastein (Unterlage zum Grillen)
Pizzaschaufel aus Holz oder Alu

Zubereitung:
1. Erst die Trockenhefe wässern, in dem Ihr Wasser in eine mittel große Schüssel gebt. Dann die Trockenhefe in eine separate, extra Schüssel geben. Nun 1,5 TL des Wassers auf die Trockenhefe geben und zur Seite stellen.

2. Das Mehl mit dem restlichen Wasser in der großen Schüssel mit der Hand vermischen bis es verbunden ist. Dann 30 Minuten zugedeckt stehen lassen.

3. Das Salz über den Mehl-Mix streuen. Dann den Trockenhefe-Mix mit den Fingern umrühren und danach über den Mehl-Mix geben. Wieder mit den Händen gut vermischen (die Hände vorher und während des Knetens mit Wasser anfeuchten verhindert, dass der Teig an den Fingern klebt). Dann den Teig mehrere Male einfalten, mit Daumen und Zeigefinger den Teig auseinander ziehen und wieder einfalten, bis alle Zutaten gut verbunden sind und der Teig eine gewisse Spannung hat (das dauert ca. 2-3 Minuten).

4. Den Teig herausheben und den Boden der Schüssel und die Oberfläche des Teigs mit etwas Olivenöl besprenkeln. Dann zugedeckt mindestens 6 Stunden (besser 12 Stunden) stehen lassen. Wenn der Teig aufgegangen ist und das 2-3-fache Volumen erreicht hat ist er fertig zum Teilen.

5. Eine Hand mit Mehl bestreuen und den Teig damit herausheben und auf einer großen, mit Mehl bestreuten Oberfläche auslegen und in 2 gleich große Stücke teilen.

6. Jedes Teil zu einem Ball formen und auf ein mit Mehl bestreutes Backpapier legen. Dann noch etwas Mehl oben drauf streuen und dann die Bälle mit einer Frischhaltefolie umwickeln und auf Raumtemperatur 1 Stunde lang liegen lassen. Ihr könnt sie auch 20-30 Minuten in den Kühlschrank legen, dann ist der Teig einfacher zu bearbeiten.

7. In der Zwischenzeit den Grill auf hohe Direkthitze stellen (wenn Ihr einen Elektro-Grill habt) und den Pizzastein drauf legen. Alternativ den Ofen auf die höchste Stufe stellen, den Pizzastein hinein legen und 45 Minuten vorheizen.

8. Den Pizza-Teig mit den Händen zu einer Scheibe formen und die Oberfläche mit etwas Mehl bestreuen. Zusätzlich die Teig-Scheibe mit den Fingern auseinander ziehen. Dann 5 Minuten liegen lassen und wieder mit den Fingern an den Seiten ziehen. So lange bis die Scheibe schön rund und flach ist.

9. Jetzt den Teig auf eine mit Mehl oder Maisgrieß bestreute Pizzaschaufel (aus Holz oder Metall) legen und die gewünschten Zutaten darauf legen. Nicht zu viele Zutaten nehmen!

10. Vorsichtig den Teig mit der Schaufel auf den Pizzastein schieben und 5 Minuten backen. Jeder Grill ist anders und je nachdem wie lange Ihr ihn vorgeheizt habt kann die Backzeit variieren. Im Ofen dauert es ca. 13 Minuten.

11. Dann vom Grill nehmen, in Stücke schneiden und servieren.

Zutaten für das selbstgemachte Artischocken-Pesto:
Ich habe eine Artischocken-Pesto-Basis gemacht mit ein paar leckeren Zutaten wie frischen Zucchini, Lammwürsten, Oliven, roten Zwiebeln, Tomaten und Ziegenkäse. Ein anderes Topping ist eine Tomatensoße mit Sardellen, klein gehacktem Knoblauch, Pepperoni, klein geschnittenem Mozzarella und geriebenem Parmesan.

1 Glas Artischockenherzen, das Wasser abgeschüttet (ca. 165 g)
2 Knoblauchzehen, geschält
1 Kleiner Bund frische, glatte Petersilie
25 g Parmesan, gerieben
1/2 TL Zitronenschale, gerieben von 1 Bio-Zitrone
2 EL Zitronensaft, frisch gepresst
60 ml Natives Olivenöl extra
Meersalz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer, nach Geschmack

Zubereitung:
Die Pesto-Zutaten gut vermischen (ich habe einen Pürierstab genommen) und wenn nötig noch mehr Olivenöl dazu geben. Das Pesto abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.

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